Ihr seit hier: Trekking - Indien - 1. Teil
Habt Ihr Euch auch schon einmal gefragt: „Gibt es noch Wunder?“ Wir waren der Meinung: Ja, es gibt sie.“ Darum machten wir uns auf den Weg das Wunder zu suchen. Und wo hat man die größten Chancen? Im Land von "Tausend und einer Nacht" in Indien. Unser Ziel war Rajasthan, ein Wüstenstaat ganz im Norden gelegen. Mit einer Fläche von ca. 342.000 km², was etwa der Größe Deutschlands entspricht, ist Rajasthan der zweitgrößte Bundesstaat Indiens.
Eine Attraktion und mittlerweile an Hollywood anknüpfend, empfängt einem überall Shah Rukh Khan, der Tom Hanks Indiens und Filmstar Bollywoods. Indien stellt heute die produktivste Filmindustrie der Welt. Es werden im Jahr 800 abendfüllende Filme gedreht und tausende lockt es jeden Abend ins Kino.
Wunder sind eng mit Märchen verknüpft. Und wie fängt ein Märchen immer an? Es war einmal, Dehli, eine Weltmetropole und die Hauptstadt von Indien, war unsere erste Stadt in der wir versuchten ein Wunder zu finden.
Wir fingen an zu suchen und glaubten in einer Moschee die größten Erfolge zu erzielen. Jamia Masjid, die Freitagsmoschee, ist eine der größten in Indien. Durch ihre 40 m hohen Minarette wirkt sie imposant und mächtig. Leben, relaxen, schlafen, spielen, alles ist hier erlaubt. Es gibt nur ein Gesetz, welches in allen Heiligtümern Indiens gilt „No Shoes“. Und glaubt uns, das kostet manchmal ganz schön Überwindung. Doch dazu später mehr.
Sieht man genauer hin, holen einem an diesem Ort aber die typischen indischen Probleme wieder ein: Umweltverschmutzung, Dreck und fragliche technische Einrichtungen. Es ist zwar ein Wunder, das alles funktioniert, aber nicht unser gesuchtes märchenhaftes Wunder. Also ging es weiter zum Qutb Minar, ein Grundstein islamischer Herrschaft über Indien. Dort soll ein echtes Wunder stehen.
Und tatsächlich, unsere Aufmerksamkeit erregte eine 7 m hohe eiserne Säule. Es wird vermutet, dass diese aus der Zeit des Gupta Königs Chandragupta, 375-413 nach Christi, stammt. Und wie ihr selber seht, rostet diese Säule seit dem Tag ihrer Geburt nicht. Warum, wieso und weshalb ist ungeklärt, aber es grenzt doch an ein Wunder, oder? Doch hatten wir uns so ein Mysterium vorgestellt, im Land der Märchen und Farben? Eigentlich nicht. Wir überlegten, wo wir nun als nächstes suchen könnten und kamen zu dem Entschluss, weiter in das Landesinnere zu ziehen. Vielleicht konnte uns ja die indische Bevölkerung, die noch nicht im Müll und Verkehr erstickt, wie in den Großstädten, weiterhelfen.
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